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Chase your Dream – WeAre Surfer Carlo Drechsel auf Vortragsreise

von Ole Wohler | 3 Jan 2018 - 15:34

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Die Idee, nach zwei gelungenen Shows Anfang des Jahres mehr zu machen lag nahe. Immerhin war die Knabenschule in Darmstadt, sowie die Hamburger Botschaft in der Schanze ausverkauft und das Feedback überwältigend. Die Idee, knapp 20 Events in Österreich, Schweiz und Deutschland zu organisieren und das binnen weniger Wochen, während mein linker Arm nach einem Surfunfall kaum das Mikro halten konnte, war dann schon etwas radikaler, aber auch noch ohne Schnaps nachvollziehbar. Schnapshaftiger war dann schon die Idee, die ganze Tour in dem altersschwachen Opel Corsa meiner Oma durchzuführen und Rückbank sowie Beifahrersitz rauszureißen, um ein Bett einzubauen. Die eigentliche Schnapsidee, die Tour bis nach Moskau auszuweiten und die Ostsee zu umfahren, muss mir bei einer der vielen durchzechten Winternächte in San Sebastian gekommen sein. Vielleicht entstand sie aber auch beim Karneval in Tolosa, als sich der Stier hinter die Absperrung verirrte, mich auf die Hörner nahm und über die Bande in die Arena katapultierte, wobei mein Wikingerhelm stark beschädigt wurde und eventuell auch meine Realitätswahrnehmung.


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Als Sitzgelegenheit wurde alles rausgeholt, was der Veranstaltungsort hergab

Dass ich das Projekt nicht ganz alleine stemmen könnte, war klar und WeAre musste dran glauben. Mia, die bezaubernde Grafikdesignerin, der ich inzwischen gefühlte sechs Abendessen und eine Kiste Moet schulde, kümmerte sich um die Flyer und Poster auf denen am Ende die folgenden Termine der CHASE YOUR DREAM Tour standen: Hamburg, Freiburg, Zürich, Innsbruck, Wien, Salzburg, München, Darmstadt, Stuttgart, Münster, Köln, Berlin, Kiel, Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Helsinki, Moskau und Kaliningrad.


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Vollbesetzte Räume waren der Lohn für die harte Arbeit

Am schlimmsten traf es jedoch Alex, den Marketing Chef. Eiskalt missbrauchte ich ihn als Telefon-Seelsorge und verpflichtete ihn, mir mit Rat und Tat – und das Tag für Tag – zur Seite zu stehen, als hätte der zweifache Familienvater nicht schon genug Kinder an der Backe.
Für mich hieß es in den Wochen davor und während der Tour eine E-Mail nach der anderen zu verschicken, Pressearbeit zu leisten, den Vorverkauf einzurichten, fast 20 Facebook Events zu bestücken, eine neue Webseite zu koordinieren, ein neues Gewerbe anzumelden usw. Letztlich musste ich natürlich zu jedem Event fahren, es einrichten, halten, abbauen und wieder von vorne. In den Härtefällen sogar selber den Eintritt kassieren und – sobald der letzte seinen Platz einnahm – auf die Bühne zu rennen. Fluch und Segen zu gleich war mein europaweites Netzwerk. Fast in jeder Stadt warteten alte Freunde und Bekannte auf mich, kassierten, arrangierten und betranken sich anschließend mit mir, womit wir auch beim Fluch wären. Das Leben eines Rockstars ist nicht einfach. Wie sollte man bei all diesen Terminen, seine vegane Low-Carb-Diät halten, die acht Stunden Schönheitsschlaf und zwischendurch noch ein paar Sonnenanbeter einschieben? Unmöglich!


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Der Rallye-Corsa im Einsatz.

Auf Rock ‚n‘ Roll im Corsa durch Europa hatte seine Höhen und Tiefen. Da gab es Beispielsweise das Event in Freiburg, welches als einzige floppte und der Blitzer auf dem Nachhauseweg es endgültig zu einem Minus-Geschäft machte; die Motivationsengpässe nach Wochen des Wahnsinnes und etlichen Nachtschichten, fast hätte ich die Sahne vom Kuchen gelassen und wäre nicht nach Russland gefahren. In Norwegen wurde der Corsa abgeschleppt, das Ticket war teurer als das Auto selber und in Schweden wäre ich einige Nächte um Haares breite in meinem Auto erfroren. Auf der anderen Seite gab es feucht fröhliche Nächte: In Norwegen traf ich zufällig einen alten Bekannten, in dessen Wohnmobil wir bei Regenwetter Lidl-Bier tranken, Gitarre zockten und nur zum Surfen rausgingen. Moskau und Sankt Petersburg waren wie Ostern und Weihnachten auf einmal und mein Reise Highlight des Jahres, in vielerlei Hinsicht. Was jedoch alles in den Schatten stellte, waren die ewigen Schlangen vor den Locations, die meist ausverkauften Säle und am Ende der Tour mehrere Tausend Menschen, die mir fast zwei Stunden zuhörten in einer Zeit, in der Videos über 12 Sekunden als zu lang gelten, sie mit mir lachten, weinten und lernten.


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Die Reise an solche Orte entschädigte dann doch etwas für die Strapazen

Warum das alles? Verpflichtung gegenüber Sponsoren? Geil auf Fame? Geld? Spaß? Zunächst war es einfach nur Spaß, zwei Events für den erweiterten Freundeskreis und jene, die es interessiert. Aus dem Spaß wurde in den folgenden Wochen ein relativ aufwendiges und ernstes Unterfangen, das aber weiterhin Spaß machte und aus freien Zügen entstand – dank der Unterstützung von WeAre, Bleed, Inshore und Surfcars. Von der finanziellen Seite hat es sich zum Glück gerechnet, wobei Arbeitsaufwand vs. Einnahmen am Ende längst nicht in einem nachhaltigen Verhältnis stehen. Spaß und Geld waren also wichtig, denn ohne sie hätte es nie funktioniert. Ausschlaggebend war aber die Reaktion des Publikums und meiner Afrikanischen Freunde im In- und Ausland, die durchweg begeistert waren. Viele von ihnen aus einem ganz bestimmten Grund, denn so wie ich, kennen sie nicht das Afrika. Sie kennen Vielfalt, sie kennen Orte, die Spaß machen, die Liebe und die Leichtigkeit. Ich, so wie viele, habe das Bedürfnis, darüber zu sprechen, wie wir Afrika sehen und fühlen.

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